Das "St. Jupp" und Bockum-Hövel

"Komm, wir gehen zu St. Jupp" - dieser Ausspruch ist in Bockum-Hövel noch heute ein geflügeltes Wort. Seit seiner Gründung im Jahr 1913 ist das St. Josef-Krankenhaus ein aktiver Teil des Gemeinwesens im heute bevölkerungsreichsten Bezirk der Stadt Hamm.

Das schwere Grubenunglück auf der benachbarten Zeche Radbod im Jahre 1908 gab den entscheidenden Anstoß, ein Krankenhaus zu bauen. Das Versorgungsgebiet war Bockum-Hövel und die im angrenzenden Münsterland gelegenen Bauernschaften. Der damalige Ehrenamtmann Freiherr Fritz von Twickel trat mit dem Malteserorden in Verhandlungen ein und stellte ein Grundstück in Hövel zur Verfügung.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 21. Oktober 1911. Auf Wunsch der Freifrau Therese von Twickel zu Ermelinghof erhielt das Haus zu seiner Einweihung am 21. Februar 1913 den Namen St. Josefs-Krankenhaus. Der inzwischen zum Krankenhaus-Kommissar bestellte Freiherr von Twickel band die Clemensschwestern durch Vertrag an das neue Haus mit seinen 100 Betten, welches bereits zu seiner Eröffnung am 10. März 1913 die ersten Verletzten der Zeche aufnahm.

Nach einer wechselvollen Geschichte mit vielen Um- und Erweiterungsbauten, in der das Krankenhaus auch überörtlich einen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung leistete, wurde 1978 der Neubau eingeweiht. Das neue Krankenhausgebäude entspricht allen Anforderungen an eine moderne Klinik. Hier finden kranke Menschen in unmittelbarer Nähe zu ihrer gewohnten Umgebung eine medizinische und pflegerische Versorgung auf neuestem Stand.

Im April 2009 wurde ein neues Kapitel in der Geschichte des St. Josef-Krankenhauses aufgeschlagen. Das ehemalige Malteserkrankenhaus wurde zusammen mit dem angegliederten Medizinischen Versorgungszentrum und seinem ambulanten Pflege- und Palliativpflegedienst ein Teil der katholischen St. Franziskus-Stiftung Münster.
Mit dem Trägerwechsel profitiert das St. Josef-Krankenhaus von der Innovationskraft einer starken Krankenhausgruppe, die mit fast zwei Dutzend Krankenhäusern, Behinderten- und Senioreneinrichtungen im Münsterland, am Niederrhein, im Ruhrgebiet und im Land Bremen vertreten ist.

Die Zielsetzung einer optimalen Patientenversorgung durch eine Vielzahl von Fachrichtungen bleibt das zentrale Anliegen und wird konsequent weiter verfolgt. Im August 2010 entstand durch den Zusammenschluss des St. Josef-Krankenhauses Hamm-Bockum-Hövel mit der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen die St. Barbara-Klinik Hamm GmbH.

Unter dem Motto "Verwurzelt in Hamm. Zusammen wachsen." präsentiert sich das neue Krankenhaus mit zwei Standorten den Patienten als ein führendes medizinisches und pflegerisches Kompetenzzentrum in der Region.