Ihre Aufnahme

Die Vorbereitung auf die Anästhesie

Bevor Sie sich einem operativen Eingriff unterziehen, ist ein vorbereitendes Gespräch mit einem Narkosearzt nützlich und notwendig. In den meisten Fällen geschieht dies in der Anästhesiesprechstunde. Hier können Sie allein und ohne störende Einflüsse mit dem Anästhesisten sprechen.

Bitte bringen Sie zur OP-Vorbereitung folgende Unterlagen mit:

  • medizinische Vorgeschichte
    besonders wichtig sind für die genaue Planung folgende Punkte:
    - bisherige Operationen
    - wichtige Erkrankungen
    - Störungen der Blutgerinnung
    - ansteckende Erkrankungen
  • Informationen über den geplanten operativen Eingriff
  • Aktuelle Arztbriefe und –berichte, soweit vorhanden
  • Ausweise über eingesetzte Herzschrittmacher, Stents oder Gefäßprothesen, soweit vorhanden
  • Aktueller Medikamenten-Einnahmeplan
  • Drogeneinnahme oder andere Abhängigkeiten
  • Impfpass (besonders bei Kindern)
  • Allergiepass, soweit vorhanden
  • Anästhesie-Ausweis, soweit vorhanden
  • Informationen über bisher erfolgte Transfusionen von Blut oder Blutprodukten, soweit zutreffend
  • falls Sie über 65 Jahre alt sind: aktuelles EKG oder aktueller EKG-Befund

Falls Sie bereits bei der Vorbereitung durch die operative Abteilung einen Anästhesie-Aufklärungsbogen erhalten haben, bringen Sie diesen bitte ausgefüllt mit. Sie erleichtern uns erheblich die Arbeit und tragen dazu bei, dass die Wartezeiten für alle Patienten verkürzt werden können.

Sollten Sie nicht alle Fragen beantworten können, so lassen Sie sich gegebenenfalls durch Ihre Angehörigen oder den Hausarzt dabei helfen.

In der Sprechstunde werden Sie von einer unserer Arzthelferinnen empfangen, die mit Ihnen Ihre mitgebrachten Unterlagen durchgeht und das Gespräch mit dem Narkosearzt vorbereitet. Hier können Sie bereits erste Fragen stellen, die Ihnen unsere Mitarbeiterinnen gerne, soweit möglich, beantworten.

Im Sprechzimmer wird der Narkosearzt den Fragebogen, die Patientenakte und andere von Ihnen mitgebrachte Unterlagen (besonders wichtig sind bereits früher durchgeführte Operationen und Ihre aktuelle Medikamentenliste sowie Allergien und aktuelle Befunde zu eventuellen chronischen Erkrankungen) durchsehen, Ihre Krankengeschichte erfragen und eine kurze Untersuchung vornehmen. Der Anästhesist wird dann gemeinsam mit Ihnen das am Besten geeignete Anästhesieverfahren auswählen, das in vielen Fällen auch keine Vollnarkose sein muss. Im Gespräch werden Sie über wichtige Verhaltensregeln vor der Anästhesie, den Ablauf am Operationstag und mögliche Risiken informiert. Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, diese zu stellen. Je besser Sie informiert sind, umso angenehmer und sicherer wird Ihr Aufenthalt bei uns sein.

Häufig sind vor einer Operation weitere Untersuchungen nötig, wie beispielsweise Blutabnahme, EKG, Lungenfunktionsprüfung oder ein Röntgenbild des Brustkorbs. Gelegentlich ist sogar eine Vorstellung bei einem anderen Arzt wie zum Beispiel einem Kardiologen notwendig. Diese Vorbereitungen dienen Ihrer Sicherheit während und nach der Operation.

Als Ansprechpartner in der Sprechstunde stehen Ihnen neben unseren Ärztinnen und Ärzte auch speziell geschulte und erfahrene Arzthelferinnen (St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen Tel. 02381 681-1462) und (St. Josef-Krankenhaus Hamm-Bockum-Hövel Tel. 02381 961 291) zur Verfügung.

Zu Ihrer Sicherheit: Einige grundlegende Verhaltensregeln

Bitte helfen Sie mit, vermeidbare Zwischenfälle auszuschließen, indem Sie als Jugendlicher oder Erwachsener unbedingt
folgende Verhaltensregeln beachten: (für Kinder gelten in diesem Zusammenhang
besondere Regeln, die wir Ihnen während des Aufklärungsgespräches gerne erläutern)

  • 6 Stunden vor der Anästhesie nichts mehr essen(bei einigen Operationen wird durch den Operateur festgelegt,
    dass Sie bereits am Tag vor der Operation nichts mehr essen dürfen, dies erfahren Sie in diesen Fällen durch
    die operierende Fachabteilung)

    Folgende Flüssigkeiten sind bis 2 Stunden
    vor der Operation noch erlaubt:
    - Tee mit Zucker (ohne Milch!)
    - Kaffee mit Zucker (ohne Milch!)
    - Limonaden (Fanta, Cola o.ä.), Mineralwasser
    - Säfte (ohne Fruchtfleisch!)
  • 2 Stunden vor der Anästhesie nichts mehr trinken (Ausnahme: etwas stilles Wasser in Verbindung mit der Vorbereitungstablette), keinen Kaugummi kauen, kein Bonbon lutschen und nicht rauchen
  • Neugeborene und Säuglinge dürfen bis 4 Stunden vor der Operation gestillt werden oder Flaschennahrung erhalten
  • Bitte schminken Sie sich am Operationstag ab (Make-up, Nagellack etc.) und lassen Sie alle abnehmbaren Schmuckstücke (besonders auch Piercings) auf der Station
  • Kontaktlinsen dürfen nicht mit in den Operationssaal bzw. Untersuchungsraum genommen werden, Brillen nur bei extrem starker Fehlsichtigkeit
  • Lassen Sie auch eventuell vorhandene Zahnteile (Zahnprothesen), künstliche Haarteile sowie andere Prothesen auf Station zurück. Ausnahmen sind nur in Rücksprache mit dem Anästhesisten möglich
  • Wenn Sie morgens Medikamente einnehmen, besprechen Sie bitte mit Ihrem Anästhesisten, welche Medikamente Sie morgens vor der Anästhesie einnehmen sollen
  • Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sie zu Ihrer Sicherheit in der Regel ab 06:00 Uhr morgens nichts mehr essen und trinken dürfen, auch wenn Ihre Operation erst am Nachmittag geplant ist. Akute Veränderungen des Operationsprogramms können es erforderlich machen, dass Sie zu einem anderen, auch früheren, Zeitpunkt als geplant operiert werden. In diesen Fällen ist es zur Vermeidung von Komplikationen wichtig, dass Ihr Magen zum Zeitpunkt der Anästhesie sicher entleert ist.