Referenz- und Kompetenzzentren

Zertifiziertes Referenzzentrum Koloproktologie

Koloproktologen sind Experten in der Behandlung chirurgischer und nicht-chirurgischer Erkrankungen von Dickdarm, Mastdarm und After.

Die Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie, Koloproktologie, Visceralmedizin, Department für Oberbauch-, Thorax- und Endokrine Chirurgie, Adipositaszentrum der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen ist seit August 2008 als „Kompetenz- und Referenzzentrum für chirurgische Koloproktologie“ zertifiziert. Das Qualitätszertifikat wird von den zuständigen Fachgesellschaften (CACP, DGAV, DGK) verliehen, und bescheinigt der Klinik eine besondere Fachkenntnis.

Derzeit (Stand 2015) sind in Deutschland insgesamt lediglich 16 Kliniken – davon vier in NRW - als „Referenzzentrum chirurgische Koloproktologie“ zertifiziert, was die Exklusivität dieses „Güte-Siegels“ unterstreicht. Um die Zertifizierung als Referenzzentrum zu erhalten, müssen anspruchsvolle Vorgaben von der Klinik erfüllt werden. Im Vordergrund stehen neben einer speziellen apparativen Ausstattung Mindestzahlen bei bestimmten operativen Eingriffen. Diese Zahlenvorgaben sind hoch angesetzt und nur wenige spezialisierte Kliniken sind in der Lage sie zu erfüllen. Dennoch übertrifft die Abteilung für Allgemein- und Visceralchirurgie an der St. Barbara-Klinik die Vorgaben in vielen Bereichen mehrfach. So wurden 2013 z.B. 218 Operationen am Enddarm (Rektumresektionen) durchgeführt (50 gefordert), 108 Operationen an Hämorrhoiden (50 gefordert), 546 Operationen an Analabszessen und Fisteln (100 gefordert), 203 komplexe anale und transanale Eingriffe (20 gefordert).

Zukünftig werden die wenigen zertifizierten Referenzzentren in Deutschland den Expertenstandard festlegen und maßgeblich die Weiterentwicklung des Fachgebietes mitgestalten. Als einziges zertifiziertes Referenzzentrum in der Region ist die Klinik Anlaufstelle auf höchstem Niveau zur Behandlung von Patienten mit koloproktologischen Erkrankungen. Ebenso dient das Referenzzentrum auch Ärzten aus Klinik und Praxis als fachlicher Ansprechpartner bei speziellen koloproktologischen Fragestellungen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter folgender Adresse:

http://www.dgav.de/studoq/zertifizierungen.html

Referenzzentrum minimalinvasive Chirurgie

Die chirurgische Abteilung der St. Barbara-Klinik wurde von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie zum Referenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie („Schlüssellochchirurgie“) zertifiziert.

Die Zertifizierung bescheinigt eine besondere Kompetenz bei der Durchführung minimalinvasiver Eingriffe. Das in der Chirurgie der Barbaraklinik angebotene Spektrum dieser für Patienten besonders schonenden Form der Chirurgie reicht von minimalinvasiven Eingriffen an Galle, Wurmfortsatz, Leisten- und Bauchdeckenhernien bis zu großen Baucheingriffen an Magen und Darm.

Mittlerweile werden etwa 70 % aller unserer Operationen in minimal-invasiver Technik durchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter folgender Adresse:

http://www.dgav.de/studoq/zertifizierungen.html

Zertifiziertes Kompetenzzentrum Hernienchirurgie

Die Abteilung wurde 2015 zum Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie zertifiziert. Die Zertifizierung konnte erst beantragt werden, nachdem die Klinik für mehr als ein Jahr an der Qualitätssicherungsstudie Herniamed teilgenommen hat. Die Studie hat das Ziel, eine transparente Versorgungsqualität und Patientensicherheit in der Hernienchirurgie zu sichern.

Für die Zertifizierung als Hernienzentrum / Kompetenzzentrum Hernienchirurgie muss die Abteilung vorab definierte strukturelle Standards und organisatorische Vorgaben vorhalten, aber auch anspruchsvolle Mindestzahlen und Qualitätsstandards erfüllen. Diese wurden im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens vor Ort geprüft. Die Vorgaben, die erfüllt werden mussten, beinhalten unter anderem:

  • Durchführung von mindestens 200 Hernien-Operationen pro Jahr (darunter mindestens 30 Narbenhernien-OPs)
    zum Vergleich: 2013 wurden in unserer Abteilung 320 Hernienoperationen durchgeführt, darunter 71 Narbenhernien
  • Dokumentation aller durchgeführten Hernien-OPs in der Qualitätssicherungsstudie Herniamed
  • Erfüllung bestimmter Ergebnisqualitätskriterien bis zu 30 Tage nach der Hernien-OP, z.B. Gesamtkomplikationsrate von weniger als 5 Prozent bei einer Leistenhernie etc.
  • Angebot spezieller Sprechstunden für Patienten mit Eingeweidebrüchen einmal pro Woche
  • Abhalten einer Morbiditätskonferenz mindestens einmal im Monat
  • Möglichkeit des ambulanten Operierens
  • Möglichkeit und Kompetenz der Ultraschalluntersuchung

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter folgender Adresse:

http://www.dgav.de/studoq/zertifizierungen.html