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Adipositas-Chirurgie verändert die Hirnstrukturen

 Eine Schwedische Arbeitsgruppe aus Uppsala hat an 11 Patientinnen kernspintomografische Untersuchungen der Hirnfunktion von und nach Magenbypass durchgeführt. Die Untersuchungen wurden vor der Operation, einen Monat und ein Jahr nach der Operation durchgeführt.  Es zeigten sich umfangreiche Veränderungen sehr komplexer Natur, die im Hungerzustand besonders deutlich auftraten. Insgesamt kann man sagen, dass das Essen für die Operierten weniger Belohnungscharakter bekommen hatte. (Gaia Olivio et al. www.nature.com/scientificreports  26.7.2017)

Diese Untersuchung stellt klar, dass durch den Eingriff am Magen und Darm nicht nur der Bauch eine Veränderung erfährt, sondern dass dieser „Umbau“ den ganzen Menschen einschließlich seiner Hirnfunktion erfasst. Wenn man, was eigentlich immer geschehen sollte, den Patienten ganzheitlich erfasst, sollte das nicht wundern, aber es ist dennoch bemerkenswert, dass sich solche Prozesse im Körper nachweisen lassen.

Diese Untersuchungsergebnisse zeigen vor allem, wie wenig aussagefähig die vor der Operation von der Krankenkasse erfolgende Beurteilung eines Patienten ist.

Portoinsgröße in den Nährwertangaben häufig zu klein

Ernährungsbewusste Menschen schauen oft auf die Nährwert-Tabelle der Lebensmittelverpackungen. Doch oft sind die Angaben geschönt.

Auf der Rückseite vieler Lebensmittelpackungen steht, wie viel Fett, Zucker oder Kalorien eine Portion enthält. Die Portionsgröße sei allerdings meist viel zu klein, kritisieren die Verbraucherzentralen.

Müsli zum Beispiel werde häufig mit einer 40-Gramm-Portion berechnet. In der Schlüssel lande allerdings meist deutlich mehr. So haben die Verbraucherzentralen Verbraucher für eine Umfrage gebeten, ihre übliche Menge Müsli abzufüllen. Im Schnitt waren es nicht 40, sondern 81 Gramm Müsli. Statt 30 Gramm Chips kamen durchschnittlich mehr als 60 zusammen.

An der nicht repräsentativen Umfrage der Verbraucherzentralen nahmen 1490 Menschen teil. Die Mengen, die sie abfüllten, unterschieden sich stark. Die Verbraucherzentralen schließen daraus, dass es unmöglich ist, realistische Angaben zu üblichen Portionsgrößen zu machen.

Wer sich gesundheitsbewusst ernähren will, orientiert sich deshalb besser an den Angaben für 100 Gramm beziehungsweise 100 Milliliter, rät die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Diese ließen sich gut vergleichen.

 

Quelle: web.de/08.08.2017